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Der Kleingarten als Erholungsraum

Kleingärten sollen der Erholung in der Natur dienen und Stadtbewohnern nach dem Vorbild alter Bauerngärten den Anbau von Obst und Gemüse ermöglichen. Heute findet man in diesen Gärten aber auch Zierpflanzen und Rasenflächen.
In der Regel befindet sich eine Laube auf jedem Grundstück einer Gartenanlage. Geregelt wird das Kleingartenleben durch die jeweilige Kleingartenordnung/Satzung eines jeden Vereins und das Bundeskleingartengesetz.
Demographie der Kleingärtner

Das Durchschnittsalter der Kleingarten-Nutzer liegt bei 60 Jahren. Der Zulauf jüngerer Familien hat sich verstärkt. Von 2003 bis 2008 gingen 45 Prozent der Neuverpachtungen an Familien. 64 Prozent aller Pächter, die seit 2000 einen Garten übernommen haben, sind jünger als 55 Jahre.
Soziale Funktionen von Kleingärten

Der Allgemeinheit bieten die Kleingärten eine bessere Lebensqualität in den Städten durch Lärmverringerung, Staubbindung, Durchgrünung, Auflockerung der Bebauung, Biotop- und Artenschutz, Lebensraumvernetzung und klimatische Auswirkungen.
Familien bieten die Kleingärten eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung, eine gärtnerische Betätigung und das preiswerte Züchten von gesundem Gemüse, das persönliche Erlebnis vom Säen, Wachsen, Gedeihen und Ernten von gesundem Gemüse, ein Gegengewicht zum Leben in Betonburgen und auf Asphaltflächen, Förderung von harmonischen zwischenmenschlichen Beziehungen und einen direkten Kontakt mit der Natur.
Kindern und Jugendlichen bieten die Kleingärten Ausgleich für die oft fehlenden Spielplätze, ein Spiel- und Kommunikationsfeld, Erlebnisräume in der Natur und Wahrnehmung ihrer natürlichen Zusammenhänge und Anschauungsunterricht in Biologie.
Berufstätigen bieten die Kleingärten eine Entspannung vom Arbeitsstress durch gesunde Betätigung und eine ideale Alternative zum Arbeitsalltag.
Arbeitslosen bieten die Kleingärten das Gefühl, gebraucht zu werden und noch dazuzugehören, ein Mittel, den Müßiggang zu vermeiden und einen Zuschuss an frischem Gemüse zu einem Minimalpreis.
Immigranten bieten die Kleingärten eine Möglichkeit Kontakte zu knüpfen und sich besser im Aufnahmeland zu integrieren. In Deutschland haben 7,5 Prozent der Kleingärtner, das sind 75.000 Kleingärtnerfamilien, einen Migrationshintergrund.
Behinderten bieten die Kleingärten einen Ort, an dem sie am Vereinsleben teilnehmen können, Kontakte knüpfen und so der Isolierung entgehen und das Erleben vom Säen und Pflanzen, vom Wachsen, Gedeihen und Ernten.
Senioren bieten die Kleingärten einen Ort des Gesprächs und der Ruhe durch die Zusammenführung von Menschen mit gleichen Interessen, über Jahre gewachsene Kontakte und individuelle Selbstverwirklichung und Beschäftigung im 3. Lebensabschnitt im eigenen Garten.





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